Farbe & Co.


Weil ich öfters gefragt werde, was ich an Farben und Co. so benutze, wollte ich euch einen kleinen Einblick in mein Zeichenzimmerchen  und meine Zeichenutensilien geben. 





Allgemeines:

Ich habe einen Zeichentisch von Ikea (ich glaube er heißt Vika), den mit der kleinen Glasscheibe an der Seite. Man kann ihn auch in die Schräge klappen aber weil ich ein Zeichenboard hab, muss ich das nicht (ich mag's auch nicht, wenn alles was ich so brauche immer runterrollt, deshalb hab ich mir das Zeichenbrett noch draufgesetzt).
 

Das Board ist übrigens von Rotring und hat eine Größe von A2. Man kann auch Lineale dran setzten. Tolles Teil, muss ich hier mal sagen. Ich hab auch eine Lampe von Ikea mit einer Tageslichtbirne, weil mir das normale Tageslicht meistens nicht ausreicht um meinen Arbeitsplatz richtig auszuleuchten. Zum Durchpausen der Skizzen auf Aquarellpapier benutze ich ein Leuchtboard von "Comic Master Tracer" in A3.



Bleistifte, Radiergummi und Spitzer: 

Ich benutze seit Jahren nur Bleistifte von Faber Castell Grip (meistens B). Mein Radiergummi ist von Staedtler. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass er auch Buntstifte gut wieder abkriegt. Ich benutze auch gerne die Radiergummis von Faber, die man direkt oben auf den Bleistift stecken kann. Mein Spitzer ist von Dux. Das ist ein sehr massiver Profi-Spitzer, (kostet so um die 12 Euro) aber ich liebe ihn über alles. Der einzige bis jetzt, der mich auch langfristig zufriedenstellt. Er hat drei Einstellungsstufen mit denen man die Spitzheit des Stiftes von spitz bis sehr sehr spitz bestimmen kann. Ich kaufe mir mittlerweile nur noch neue Klingen, weil ich diesen Spitzer nie mehr missen möchte.



Stifte:

Die meisten meiner Stifte sind von Faber, weil ich die oft einzeln kaufe, so wie ich sie brauche. Empfehlen kann ich die Aquarellstifte von Caran D`ache, Color Grips von Faber und mein persönlicher Liebling, die Art Grip Aquarelle von Faber. Ich arbeite mittlerweile fast ausschließlich mit Polychromos, weil sie so deckend und strahlend sind.Und ich benutze gerne, als Alternative zu den großen Kreidestücke, die Pastellstifte Pitt, ebenfalls von Faber.
 

Fineliner: 

Mittlerweile ziehe ich alle meine Lines mit Polychromos. Wenn ich einen Fineliner benutzte, dann meistens den Edding 1800 in 0,3. 
Ich hab auch ein paar Copic Multiliner. Das Schöne ist, das sie wasserfest ist und somit auch bei Aquarellfarben nicht verschmieren. Aber ich finde sie recht teuer mit knapp sieben Euro und ich mag auch nicht so gerne, wie sie in der Hand liegen.



Pinsel:

Meine Pinsel sind fast alle von Da Vinci und zwar die Cosmotop Spins. An Pinseln würde ich keinesfalls sparen. Ein guter Pinsel kann auch aus weniger hochwertigeren Farben noch viel rausholen. Am liebsten benutze ich die Stärken 2/0, 0 und 2. Ich male auch große Flächen sehr oft mit kleinen Pinseln aus.



Aquarellfarben:

Früher hatte ich viele Näpfchen von verschiedenen Firmen und obwohl viele sagen, dass es keine super hochwertigen Farben sind, kann ich die Farben von Cotman (Winsor und Newton) grade für Anfänger und Hobbyzeichner sehr empfehlen. Van Gogh und Lukas sind auch sehr gute Marken.



Ich selbst bin mittlerweile auf Schminke-Horadam umgestiegen. Die Farben sind einfach unvergleichlich. Zwar schon teurer aber unheimlich gut. Ich benutze die halben Näpfchen und mag mir gar nicht ausrechnen, welchen Wert ich da in meinem Kasten hab.
Für professionelle Zeichnungen kann ich sie aber nur jedem ans Herz legen. Ihr habt einfach mehr Freude dran und länger was davon, da die meisten Farben unglaublich hoch pigmentiert sind.


Papier:

Zum Skizzieren benutzte ich ganz normales weißes Druckerpapier. Mein Aquarellpapier ist von Idee. Es ist schön dick und hat keine geriffelte Struktur, was mich persönlich beim Zeichnen immer extrem genervt hat, da man ohne Riffel viel feiner arbeiten kann. Mein Copicpapier ist von Hahnemühle.


Layoutstifte:

Ich hab mittlerweile dutzende Alkoholmarker der Firma Touch und bin mit der Qualität auch nach Jahren immer noch sehr zufrieden. Ich sehe keinen Unterschied zu teureren Markern. Die kaufe ich nur, wenn ich einen ganz bestimmten Farbton brauche und anderswo nicht bekomme.




Pastellkreide:

Meine Pastellkreide ist von Jaxell und Schminke. Auch hier gilt wieder Jaxell ist super für den Preis, aber Schminke wieder einmal von der Qualität her besser. Ich habe mittlerweile alle Farben, die ich oft brauche von Schminke.


Weiteres: 

Glitzer, Gelstifte von Hybird (sind einfach die Besten), gemustertes Geschenkpapier und Stoffe, Maskierflüssigkeit (aus der Flasche von Winsor und Newton...ich trage sie übrigens mit einem Automatic Pen auf), Goldstifte, Silberstifte, Glitzerpapier und Copic Opaque White


Grafiktablett:







Ich habe Eines von Intuos mit Multitouch in Größe L. Das ist leider sehr sehr teuer  aber man muss wirklich sagen, man merkt den Qualitäts-unterschied. Für Alle, die ständig am Pc hängen und zeichnen kann ich ein solches professionelles Gerät sehr empfehlen. Für Alle, die es nur mal ausprobieren wollen oder Spaß an ein bißchen Kritzeln haben, sind kleine und günstige Tabletts eine gute Sache, da sie oft auch gute Ergebnisse bringen. Ich hatte früher eines, das kostete um die 20 Euro und kam damit super klar... es muss also nicht immer das Teuerste sein. Man muss sich halt genau überlegen, wie oft benutze ich das und wäre es sinnvoller, etwas Robusteres zu kaufen. Bei mir ganz klar: ja.

Computerprogramme:

Ich bin gelernte Grafikerin und habe das Arbeiten am Computer von der Pike auf gelernt. Das hat natürlich Jahre gedauert und es ist auch schwer das in wenigen Schritten einfach zu erklären. Ich arbeite mit Adobe Photoshop CS5 und Corel Draw X5. (Ich habe übrigens Beides gekauft, grade wenn ihr damit Geld verdient, solltet ihr unbedingt Originalversionen besitzen). Wer mit bestimmten Programmen liebäugelt sollte einfach mal ein bißchen rumprobieren. Von vielen Programmen gibt es mittlerweile übrigens kostenlose Demoversionen zum Testen. 
Generell kann ich euch den Tipp geben, falls ihr etwas kaufen möchtet, nicht die neueste Version zu kaufen, weil die meistens unendlich viel teurer ist und die Sachen in England (über Amazon) zu bestellen. Da sind sie meistens nämlich einen ganzen Tacken billiger und wer ein bißchen englisch kann, der kommt auch damit klar.