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30. Mai 2016

Zwischen den Seiten





Lesezeichen find ich, gehen eigentlich immer. 
Super Geschenk, dass man auch brauchen kann.

 
Ich habe bestimmt hunderte von Büchern und in fast Jedem Eins stecken. Ich freu mich auch immer wieder wie Bolle, wenn mir beim aufklappen ein Vegessengeglaubtes entgegensegelt. Nicht nur die Buchstaben sind alte Bekannte – auch die Lesezeichen. 




 Und besonders schön ist es dann, wenn auch noch ein Schickes drin steckt. In meiner Not – ich habe immer ein Buch dabei – werden nämlich gerne auch mal alte Kassenzettel, Parktickets und Kaugummipapierchen zweckentfremdet. Ein Grund, warum einige meiner Bücher ein bißchen nach Pfefferminz riechen *g*.





29. Mai 2016

Weniger ist wirklich mehr… zumindest manchmal




Diejenigen unter euch, die schon länger mitlesen, wissen ja sicherlich noch, wie es früher bei mir aussah. Ziemlich voll und ganz schön rosa. Interessen und Zeichenstil änderten sich hin und wieder aber das blieb über viele Jahre einfach konstant. Ich war dem vollgestopften rosa Chaos treu.




Geh mir bloß weg damit

Wenn ich Bilder in Wohnzeitschriften sah, die sich mit dem Urban Style oder dem Nordic Living beschäftigten, hatte ich für Dieselben, nur abwertende Blicke übrig. Unpersönlich, voll kahl, ungemütlich und echt total wenig und leer, schwarz und weiß und grau, sind das überhaupt richtige Farben? Das waren so die Sachen, die ich darüber dachte. Mal abgesehen davon muss man ja nicht jeden Trend mitmachen. 

Schluss, Aus! Weg damit! Brauch ich nicht!

Ich wollte rosa Blümchen, Röschen, Shabbylook, ne Rüsche hier, ne Schleife da und Hasen! Überall lümmelten sich die kleinen Gesellen. Ich fing an, Puppenhäuser einzurichten, kleine Möbelchen zu horten. Altes Geschirr, Sammeltassen, jaaa, wenn dann noch Röschen drauf waren… brauch ich! Her damit!!!





Kein Halten mehr

Aus Platzmangel weitete ich meine Sammellust auf das ganze Haus aus und nach einem knappen Jahr wohnten wir im rosa Blümchenkaffetraum. Das das der Herr hier im Haus, nicht immer so toll fand, dass könnt ich euch denken.  Aber man drückt ja bekanntlich mehr als ein Auge zu, wenn man Jemanden liebt. 

Die Regale wurden voller und voller. Es gab aber auch so tolle Sachen! 

Zwar räumte ich immer mal wieder beherzt auf, was bei mir so viel heißt wie, dass Dinge für ein halbes Jahr mal auf den Dachboden gebracht wurden. Oder, dass mal wieder ein anderes Zimmer dafür herhalten musste. Aber das ich damit das Chaos nur in andere Räume verlagerte, war mir irgendwie nie bewusst.


Das ich meinen Nippes einfach nicht in den Griff bekam, das hat vielleicht der Eine oder Andere von euch mal ganz leise zwischen den Zeilen mitbekommen. Immer wieder wurde nun umdekoriert – nicht weil es so viel Spaß machte, sondern, weil ich den ganzen Kram einfach nicht mehr ertragen konnte. Hier noch n‘ Pünktchen, da noch n‘ Schleifchen, Rüschen, Röschen, Blümchen, Häschen, Häschen, Häschen….. ich fühlte mich erdrückt! Und dann schlich es sich in meinen Kopf… 

Brauch ich das Alles wirklich??? 
Macht mich das happy???
Und wie viel ist genug???



Glück ändert sein Gesicht

Die Antwort traf mich schon irgendwie hart.
NEIN! Brauch ich Alles nicht.



Diesmal wurde wirklich knallhart aussortiert. Vieles landete im Müll, Herzstücke gut verstaut auf dem Dachboden und einiges Wenige durfte bleiben. Und jetzt?
Jetzt fühle ich mich total befreit und wieder wohl. Ordnung im Zimmer schafft keine Ordnung im Kopf oder im Herzen aber es lässt einen zur Ruhe kommen. Man gibt sich die Möglichkeit, sich auf Wesentliches zu konzentrieren.  

Nicht alles was wir besitzen macht uns happy. Und mehr haben, heißt nicht, dass es uns glücklicher oder innerlich reicher macht. Dinge zu besitzen, die man braucht und die man auch oft braucht, kann ein schönes Gefühl sein, denn dann weiß man, dass man etwas Nützliches hat. Warum sollte man Dinge horten, die einem nicht von Nutzen sind und auch nicht glücklich machen?



Ich schaue mir immer sehr gerne Blogs und Bilder im shabbylook an. Ich bewunderte, dass Leute ihre hundert Greengate Tassen pflegen und hegen, süße Stillleben auf alten Möbeln arrangieren und Geburtstagstische mit so viel Liebe eindecken aber so leben möchte ich persönlich nicht mehr.
Bei mir war es zumindest so, dass es zur Pflicht mutierte. Topdekoriert, topdurchdesignt … es war Arbeit! Ich habe einfach nicht mehr die Muße, die ganzen Kleinigkeiten abzustauben und sie am Leben zu erhalten.
Ich habe die Blümchen in meinem Kopf und in meinem Herzen  - auf der Tapete brauch ich sie nicht auch noch.
Wenn ich heute Reportagen über Nordic Living oder Urban Style in Zeitschriften sehe, denke ich nur: Ja, schön ordentlich. Nicht zu viel Kram. Ruhige gemütliche Atmosphäre - Genau meins!

Man sollte eben niemals nie sagen.

Ich weiß, dass es auf Viele eher abschreckend wirken mag, was ich jetzt hier sage und zeige und das ich sicher einige von euch als Leser einbüßen werde und schon eingebüßt habe. Soetwas bringt Veränderung nun mal mit sich aber in meinem Herzen weiß ich, dass ich nur diesen Weh gehen kann. 
Ich möchte auch weiterhin das tun, was ich schon immer gern gemacht habe. Euch mit in meine Welt nehmen, Figuren und Geschichten zum Leben erwecken, Herzensdinge und Gedanken mit euch teilen -  vielleicht auf eine andere Weise als früher aber ich hoffe sehr, dass ich euch auch in Zukunft ein bißchen verzaubern und begeistern kann.



26. Mai 2016

Schaut doch mal vorbei - Instagram

Wer wissen will, woran ich grade genau arbeite oder was ich in der letzten Woche geworden bin, kann mich ja sehr gerne mal auf Instagram besuchen. Hier gibt es immer mal wieder was Kleines, was ihr nur hier sehen könnt. Also schaut doch einfach mal vorbei, wenn ihr Lust habt.

24. Mai 2016

Katze mit Hut





Wenn es zwei Dinge zu nennen gibt, die mich immer noch glücklich machen und die ihren Ursprung in meiner Kindheit haben, dann ist es meine Liebe zu Katzen in Spitzenkleidern und Hüten und mein Lieblings-Auto-Lautmitsing-Lied ever. Beides kommt nämlich aus der Selben wunderbaren Quelle. Vielleicht erinnert sich noch der Eine oder Andere von euch an die Serie „Katze mit Hut“ von der Augsburger Puppenkiste, wo eine  Katze in einem wunderbaren weißen Hut  in Stackeln an der Kruke einfach mal aus dem Zug aussteigt und dort mit einem Hund, einem Schwein, einem Huhn und weiteren Unikaten ein Mietshaus besetzt.
Für die Jüngeren unter euch, die jetzt denken: “Was hat die denn geraucht?“ … das hat man früher so gekuckt! 





Und ich habe es geliebt, die Katze zu kucken. Es ist für mich immer noch das absolute Highlight, wenn ich auf einer meiner CD’s im Auto plötzlich die bekannten Töne höre. Dann wird voll aufgedreht und mitgegröhlt…  ganz egal, wie die Leute draußen kucken.

„Wir zieh‘n nie wieder weg! Brumselbrumms, zappergeck!
Uns gefällt dieser Bau! Doodel, doodel, Miau!“





Mich macht das einfach happy. Wenn ich die altbekannten Stimmen höre, denke ich immer an meine Omi. Sie hatte eine Küchenschürze, die der wunderbar Berüschten der Katze in nichts nachstand und wenn sie mir dann noch die Ränder vom Brot abschnitt und soviel Butter und Honig draufmachte, wie meine Mama es nie erlaubt hätte, dann war das einfach pures Glücklichsein. Das einfache Dinge so viel Glück verursachen können, weiß man, glaub ich auch erst als Erwachsener zu schätzen.






Wie ist das bei euch? Gibt es da auch noch Dinge aus der Vergangenheit, die euch einfach happy machen?


22. Mai 2016

Herzkribbelkino – Nathalie küsst




Trotzdessen, dass ich Filme wie Star Wars liebe und bombastige Geschichten mag, wo eine Explosion die nächste jagt und man vor lauter fernsüchtiger Abenteuer seine eigene Welt vergisst, sind es die kleinen Filme, genau die, die voller Millionen von leisen Details stecken, die immer wieder mein Herz erobern. Die Filme, die nah am Leben sind, leicht dahinfliegen und Einem ein wunderbares Herzkribbeln verpassen und mit einem Gefühl zurücklassen, das Einen irgendwie schweben lässt.


Das Leben ganz nah spüren.


„Natalie küsst“ ist einer von diesen Filmen. Sehr still und liebevoll erzählt  er die Geschichte einer jungen Frau, die mitten im Leben das erfahren muss, wovor sich viele von uns fürchten – den Partner zu verlieren.  Mit viel Charme wird dieses unglaublich schwierige Thema hier ganz  gefühlvoll  und ohne schwere Kost zu sein, wunderbar verpackt.
Herzkribbelkino vom Feinsten mit einer zauberhaften Botschaft : Nicht immer ist das makellos Perfekte das, was uns glücklich macht, dass das Leben immer noch seine eigenen zarten Geschichten schreibt und das sich Liebe Nichts befehlen lässt (und das unsere Omis uns immer noch am besten verstehen*g*).
Für alle Netflixler ist er grade zu sehen und allen Anderen kann ich nur das Ausleihen oder Kaufen empfehlen. Kuschelt euch mit der Decke auf die Couch, gießt euch ein Glas Rotwein ein (wenn ihr über 18 seid) und einfach nur still genießen!










21. Mai 2016

Wieso, weshalb, warum… immer diese Veränderung?




Ich glaube mittlerweile, dass ich so jedes halbe Jahr eine Warnung an euch poste, dass sich hier etwas verändern wird. Meist geht das zusammen damit ein, dass ich mein Zimmer umräume und  umdekoriere, einen neuen Zeichenstil ausprobiere, ganz spontan Dinge toll finde, die ich immer bäh fand oder irgendeine andere wahnwitzige Idee hab, die unbedingt aus meinem Kopf, durch meine Hände, nach draußen muss. Ich war schon immer ein „Alles oder Nix- Mädchen“ und ein „Wenn nicht jetzt, wann dann?“  Typ. Bin schon immer mit dem Kopf durch die Wand. Ohne Rücksicht auf Verluste  oder Menschen die hinter mir standen und mit dem Kopf, den ich grade so richtig schön gegen den Beton gestemmt hab, einfach nur geschüttelt haben. Wenn die Dame etwas wollte, dann wollte sie eben. Da hab ich mir noch nie reinreden lassen, da war ich immer eigen. Mauern sind dazu da um sie einzureißen! 





Supi, endlich mich selbst gefunden!

Man wird älter, macht wieder einen neuen Sprung, fühlt sich reifer und glaubt nun endlich den Sinn des Lebens, oder zumindest seines Lebens, begriffen zu haben. Den Platz, der für einen reserviert ist, da zu sein, wo man hingehört.
So ging es zumindest mir, nach der jetzigen Veränderung. Meine Haare wurden heller und ich sah damit irgendwie offener und freundlicher aus. Die Klamotten wurden plötzlich seriöser. Keine Arielle Shirts mehr, keine bunten Schuhe. Ich kaufte Dinge, die man kombinieren und immer wieder tragen kann. Rosa war ja schon immer meine Lieblingsfarbe und die passte nun auch noch so toll zu meiner neuen Haarfarbe. Und grau mochte ich schon immer gern. Passt auch so prima zu dem rosa. Es wurde ausgemistet… Alles erst mal raus -  was gut war blieb, der Rest muss weg! Das Ausmisten guttut, das weiß, glaub ich, jeder. Den ganzen alten Ballast loswerden. Ich fühlte mich das erste Mal in meinem Leben unglaublich erwachsen. „Hey Leute, seht mal, ich hab alles im Griff.“




Schatten aus der Vergangenheit

Neulich traf ich eine Freundin von ganz früher. Wenn man wegen Hochzeitsplänen öfters in die Heimat fährt, kommt einem fast hinter jeder Ecke seine Kindheit entgegen. Oder zumindest, der Eine oder Andere, mit dem man sie geteilt hat. Nach einem kurzen netten Gespräch stellte mein Gegenüber fest: „Du hast dich echt gar nicht verändert. Immer noch so wie früher.“
Und das Einzige, was ich dachte war: „Waaassss???“
Sieht sie denn nicht, wie toll fein groß ich geworden bin. Ich habe ein Haus, heirate in zwei Tagen und lege den Grundstein für eine Familie, ganz zu schweigen, von meinen tollen seriösen Klamotten und so … echt jetzt!
„Nur…“ schob sie an. „Bist du ein bißchen ruhiger geworden. Man kann sich viel besser mit dir unterhalten. Früher warst du immer so zappelig. Irgendwie mit dem Kopf immer woanders. Jetzt merkt man erst richtig, dass du auch zuhörst.“
Ich glaube, ich sah sie eine Sekunde verdutzt an und dann lachten wir beide und ich kam mir ziemlich dumm vor.




Veränderung

Wir schneiden und färben uns nicht die Haare und passen dann das Innenleben an – nein, genau andersherum.  Veränderungen beginnen nicht draußen, sie beginnen drinnen, in deinem Kopf und der Rest zieht nach -  auch wenn es einem manchmal nicht so vorkommt. Und verändern werden wir uns immer wieder. Ich glaube, dass wir vielleicht als Typ irgendwann fertig sind, aber als Mensch werden wir uns immer wieder neu erfinden. Und dass wir erwachsen werden, heißt einfach nur, dass wir lernen, besser mit unseren Stärken und Schwächen umzugehen und nicht, das wir möglichst viele Blazer im Schrank haben und wissen, wie man seine Steuererklärung macht.
Wir sind alle nur auf der Durchreise. Und wir reisen nicht allein.
Menschen, Orte, Dinge, Ideen prasseln jeden Tag auf uns ein und haben Einfluss auf das was wir denken und tun  - und das ist richtig so. Niemand möchte auf der Stelle treten. Das ist Leben! Das heißt es, zu leben!




Wie wird es hier weitergehen?


Ich hab in den letzten Jahren komischerweise, die Mauer, die ich immer einreißen wollte um mich herum gebaut. Mit meinen eigenen Händen, ohne dass ich es wirklich wahrnahm. Meine eigene kleine rosa Wattewelt erschaffen, wenn die richtige Welt mal wieder grau und gemein war. Ich habe mir, meinem Kopf, meinen Gedanken, meinem Ich selber Grenzen gesetzt. Ziemlich dumm, wie ich jetzt weiß.
Die kleine rosa Elfe von nebenan spielen, funktioniert nur so lange, wie man sie auch ist. Ich liebe rosa, ich liebe Märchen, ich liebe Elfen und Feen und das wird sich niemals ändern aber ich bin mehr als das. Ich habe Höhen und Tiefen, ich bin vielseitig, habe auch andere Interessen – ich bin ein Mensch auf der Durchreise, so wie ihr. Und das ist es auch, was ich euch zeigen will. Mehr Vielfalt, mehr Ehrlichkeit, mehr ich – manchmal reicht  eine Idee oder ein Gefühl aus Jemandem einen Hauch Inspiration zu geben und es wäre schön, wenn man vielleicht einfach ein paar Spuren hinterlassen könnte. -  Und genau das ist es, was ich mir wünsche, was ihr vielleicht ein bißchen mitnehmt, von dem, was ich hier mache.