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6. April 2015

Die Kammer des Schreckens

 Kennt ihr diese Schubladen, in die man einfach Alles hineinschmeißt?
Ich nenne sie gerne die "Kramschublade".
Dort landet gewöhnlicherweise Alles, was keinen festen Platz hat oder Dinge, 
die man grade nicht wegräumen möchte, weil man dafür in die Garage gehen müsste,
und und und....

Ich habe so eine Schublade in fast jedem Zimmer des Hauses.
Im Bad, in der Küche und in meinem Bastelzimmerchen natürlich auch...
und wie das so ist, man nimmt sich immer vor:
"Irgendwann sortier ich da mal durch"
... aber ganz ehrlich, das macht man doch nie.
Schublade zu und fertig!

Als wir vor zwei Jahren in unser Eigenheim gezogen sind, 
da hab ich mit Riesenfreude angefangen, alles schön wohnlich zu machen. 
Alle Räume wurden nach und nach geordnet, durchdekoriert und verhübscht.
Nur ein Raum, der war in diesem Fall wie die Kramschublade.
 Im Hauswirtschaftsraum landete einfach Alles!
Und dort sah es nach zwei Jahren nun wirklich aus, 
als hätte der Hempel von unterm Sofa
es sich hier so richtig gemütlich gemacht.
Aber wie man so ist, 
Tür zu und fertig!

Der Raum war für mich immer der blanke Horror.
Meine Kammer des Schreckens, in die man nur ging, 
um mal kurz die Rollläden hochzuziehen und dann schnell rückwärts wieder raus.
Drehen konnte man sich dort nämlich nicht.
Bis zur Decke stapelte sich der Kram.
Und als in der letzten Woche zwei Regale runtergekommen sind, weil sie das 
Elend dort wohl selbst nicht mehr ertragen konnten, hab ich gedacht, 
jetzt muss sich aber mal was ändern.

Ich habe eine Woche gebraucht aber ich habs durchegzogen...
YEAH!
... und bin nun so glücklich!
Jetzt wollt ihr wohl endlich mal ein Bild sehen, was?
So jetzt geht es auch schon los.

 Die Kammer des Schreckens ist nun so hübsch geworden, 
dass ich im Vorbeigehen oft nochmal die Tür öffnen muss, um sie anzuschauen.
(Nein, es ist kein Traum, hier wohnt kein Hempel mehr)
 Ich habe alle Regal weiß gestrichen und mit
hübschen Vorhängen versehen, damit ich dahinter meine
hundertundrölfzig Dezinfizierungsmittelchen verstecken kann.
 Dazu sind niedliche Kistchen und Kästchen und Döschen eingezogen,
die es im Billigmarkt um die Ecke, 
wirklich mal für nen Appel und ein Ei gab.

(Die alte Gugelhupfform hab ich mal wieder aus dem Container vom Schrottplatz.
Ich weiß wirklich nicht, wie man sowas wegschmeißen kann.)
 Ich hab Waschmittel und Weichspüler gleich abgefüllt, weil ich 
Verpackungen aus dem Supermarkt meistens immer hässlich und zu bunt finde.

Mit einem Tilda-Röschen vorn drauf sieht gleich Alles viel schöner aus, gell?
Ich hab auch wieder Wäscheklammern beklebt.
(wie das geht, hab ich euch mal hier gezeigt)

 So schön verträumt.
 Aus einer kleinen Dekoleiter hab ich mir eine Garderobe gebastelt.
An die Wand gebohrt, Haken reingeschraubt und fertig!
Ist so einfach und sieht so niedlich aus.
Jetzt hab ich auch einen Platz für meine Einkaufstaschen.
An dem kleinen Waschbecken hab ich mich fast zu Tode geschrubbt.
Dort hat Niemand je Farbreste oder sonstigen Dreck richtig abgewaschen.
Oh jemine!
 Nochmal ein kleiner Blick auf die süßen Kistchen...

Da wir, hier oben im Norden Probleme mit Grundwasser haben, haben wir keinen Keller
und somit steht der ganze Technik-Heizungs-Boilerkram natürlich hier.
 Gegen die hässlichen Rohre kann ma ja leider nichts machen, 
da nützt auch ein Vorhang nichts, weil sie wirklich kreuz und quer ins Zimmer ragen.
Da hilft nur, den Blick mit schönen Dingen ablenken!
 Der Kleiderständer gehörte früher Mama Hase.
Sie hatte ihn immer in ihrem Schlafzimmer stehen und 
das wirklich so lange ich mich erinnern konnte.
Dann fiel er jetzt der Renovierung zum Opfer und 
Töchterlein hat sich gefreut, weil sie ihn direkt weggrabbeln konnte.
 Die weißen Wäschekörbe wurden mit ein paar GreenGate Servietten verziert.
Und auch der Kontrollkasten für das Wasser bekam ein paar nette Postkarten ab.
Natürlich alles passend zum Thema Wäsche.
 An den Kleiderständer hängte ich meine babyblauen Kleiderbügel, 
die ich mit vielen kleinen weißen Pünktchen verzierte.

 Und hier, könnt ihr nochmal einen Blick auf das Waschbecken werfen.
 Das Regal hab ich aus alten Holzteilen selbst gebaut.

Und dann wurden auch Bürsten und Kehrblech mit Servietten verschönert.
So süß!





 An der Wand kleben wieder schöne Bilderchen!
Eigentlich mag ich diesen Washi-Tape-Look nicht so gern aber hier passt es.
 Und natürlich wird auch passend dekoriert.
Körbchen mit Wäscheklämmerchen...
 ..ein nostalgisches Blechschild.

 ... und eine Girlande, selbst gebastelt...
 ... wo jedes Motiv, ein niedliches Bild zum Raumthema zeigt.
 So mag ich das!
Da hat es sich doch wirklich mal gelohnt, die Arme
 hochzukrempeln und aufzuräumen, oder?
 So, ihr Lieben, das war sie erstmal, 
die geballte Waschraum-Romantik!
Ich werde jetzt noch mein Bügelbrett verschönern und dann das erste Mal, 
in meiner rosaroten Waschküche bügeln.
Ich wünsche euch einen zuckersüßen Tag!

Kommentare:

  1. Wunderwunderwunderschööööööön geworden !!!!
    Streich doch die Rohre einfach noch bunt an... *lach*... dann sehen sie bestimmt toll dazu aus.
    Liebe Grüße, Karin

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  2. Das ist toll geworden, so einen Hauswirtschaftsraum hab ich auch, der müsste dringend auch mal eine Schönheitskur bekommen, nach deinen Bildern - bekommt man richtig Lust dazu :-)

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  3. Liebe Tieneke!
    Also ich bin eben über deinen zuckersüßen Blog gestolpert und schon schwer beeindruckt und verzaubert! Ich glaube, jeder hat eine Kammer des Schreckens zu Hause (ich nämlich auch) und wie du dieses Problem in den Griff bekommen hast - der absolute Hammer - als du so nebenbei erwähntest du hast das süße Regal selber gemacht, da hätts mich fast vom Stuhl gehauen! Kannst du das evtl. mal im Detail zeigen? Also wirklich eine wahre Zauberin! Ich werde mich jetzt noch weiter umsehen bei dir, bin ganz aus dem Häuschen :)
    Liebe Grüße
    Marion

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