9. Oktober 2016

Abgetaucht




Ist es nicht eine feine Sache, wenn man einen Ort hat, wo man so voll und ganz hingehört?
Einen Platz nur für sich allein, zum träumen, abtauchen und wohlfühlen. Wo eben alles so wunderbar heimelig und gemütlich ist, ganz wie man sich das wünscht. Wo der Alltag verschwindet und nur unsere schönen Gedanken, wie kleine Sterne, unser Herz erleuchten.




Dieser Ort war und ist für mich immer mein kleines Zimmerchen gewesen. Eben mein Reich, mein Refugium. Nah bei meinen Lieben, in meinem Zuhause aber trotzdem manchmal so fern, weil ich hier richtig abschalten und in meiner Fantasie abtauchen kann.

Nirgendwo auf der Welt bündelt sich meine Kreativität, mein Ich, dass was ich bin, so wie hier und deshalb ist dieses Zimmerchen auch einem ständigen hin und her unterworfen. Eben grade so, wie ich mich fühle und wer das wissen will, braucht hier nur einen Blick hinein zu werfen.



Im Moment lebe ich im allerschönsten Märchenland. Zwischen Büchern, Feen, Elfen, Meerjungfrauen, Waldwesen und anderen magischen Geschöpfen, Prinzessinnen und Sternen.





Auch Drachen bleiben hier nicht fern .... ein Kinderzimmer wie es im Buche steht!




Ich war schon immer Jemand, der mit dem Kopf mehr in den Wolken hing, als in der Realität. Das war immer so und ist immer geblieben.
Wo andere marmorne Muster sehen, blicken mich wirre Gestalten an, in Astlöchern entdecke ich kleine Elfentüren. Ich rede ununterbrochen von irgendwelchen Geschichten, wenn mich etwas an sie erinnert... und ich kenne wirklich hunderte. Ich sitze gern bei einer Tasse Tee und nähe, male und bastle, während ich klassische Musik höre. Ich hüpfe über Steine (bloß nicht auf die Fugen treten), balanciere über Mauern, quieke laut, wenn mir etwas gefällt und ich liebe liebe liebe es zu schaukeln....  manchmal fühle ich mich hin und her gerissen zwischen einem Leben als Kind, mit großen neugierigen Augen, die Welt entdeckend  und einer schrulligen alten Märchenomi, die den ganzen Tag häkelt und einfach zu viele Katzen hat*g*.
Das Leben in der Mitte finde ich schwierig.




Geht euch das vielleicht auch manchmal so? Alles und jeder erwartet, dass man vernünftig ist, rationale Entscheidungen trifft, Alles im Griff hat, Termine macht, erreichbar ist und auch sonst völlig normal. Dass man vor Freunde wie ein Honigkuchenpferd grinst und hopst, weil einem der Mann beim Bäcker grade einen riesigen Keks gekauft hat, gehört wohl nicht dazu.




Ich war noch nie normal - werde ich auch nie sein und ich persönlich finde das gut. Ich bin nicht bewusst anders aber ich kann damit umgehen. Ich mags auch sehr an anderen Menschen, wenn sie eine eigene nette Art haben, ganz egal wie die grade so aussieht obwohl ich auch, ausgenommen Weniger, sagen muss, dass ich mich unter Menschen gar nicht wohlfühle.




Vielleicht muss das so sein, um das zu tun, was ich tue. Wie könnte ich Welten erschaffen, mit Feen tanzen und mit Meerjungfrauen schwimmen, wenn ich keine Zeit für mich hätte. Zeit um mich meinen Träumen hinzugeben und dann...






... dann habt auch ihr an dieser Welt teil und ich nehme euch gern mit in mein Märchenland.





Wer übrigens, so wie ich, von den ganzen Märchenkram, nie genug bekommen kann, der kann mal sehr gerne in meinem Pinterest Konto vorbeischauen... 
ich hab da so viele Märchenbilder gesammelt, dass es für mehr als ein Leben reicht.


https://de.pinterest.com/Kleinetieni/

Ansonsten wünsche ich euch einen wunderbaren Sonntag 
-  in meinem Märchenland oder in eurem ganz eigenem!